„Frühe kulturelle Bildung ermöglicht es Kindern ebenso wie den Erwachsenen, die sie begleiten, fördern und betreuen, Lern- und Entwicklungsbereiche miteinander zu verknüpfen und ein systemisch-ökologisches Denken zu entwickeln.“

Aus: 7 Gute Gründe für frühkindliche kulturelle Bildung

Das Netzwerk Frühkindliche
Kulturelle Bildung

Kulturelle Bildung stärkt und bereichert die Entwicklung und sollte daher zum Alltag eines jeden Kindes gehören – auch schon im frühen Kindesalter von null bis zehn Jahre. Das Netzwerk Frühkindliche Kulturelle Bildung (Netzwerk FKB) bringt deshalb bundesweit Akteurinnen und Akteure sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Kunst, Kultur, Bildung, Wissenschaft und Politik sowie öffentliche und private Förderer zusammen, bündelt Kompetenzen und befördert den Fachdiskurs. Im Fokus stehen dabei – zunächst – die ganz jungen Kinder in den ersten sechs Lebensjahren sowie die Menschen und Institutionen, die ihre Lebenswelt mitgestalten.

Grundverständnis:
Warum ein Netzwerk FKB

Wie sehen Kinder die Welt? Wie setzen sie sich mit ihr auseinander? Und wie können sie sich selbst, ihre Gedanken und Gefühle ausdrücken?

Kinder entwickeln in den ersten Lebensjahren grundlegende Wahrnehmungs- und Ausdrucksweisen, die für ihr gesamtes weiteres Leben prägend sind. Kunst und Kultur eröffnen schon jungen Kindern zahlreiche Perspektiven. Sie zeigen ihnen vielfältige Möglichkeiten, ihr Umfeld wahrzunehmen, es zu erleben und sich zu äußern. Künste und künstlerische Handlungsweisen spielen deshalb in der kulturellen Bildung eine zentrale Rolle, wobei das eigene sinnlich-leibliche Handeln und Erleben genauso wichtig ist wie das rezeptive Erfahren und Berührtsein.

Kulturelle Bildung trägt so auf besondere Art und Weise zur Entwicklung von Kindern bei. Sie ermöglicht ihnen, an Kultur teilzuhaben, Kunst- und Kulturinstitutionen kennenzulernen sowie ihre Kreativität und Potenziale ganzheitlich zu entfalten.

Kulturelle Bildung fördert Partizipation, Inklusion, Nachhaltigkeit, Resilienz, Diversität und Demokratiebildung. Sie leistet einen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit und eröffnet Kindern Zukunftschancen. Trotzdem fehlen bisher in Deutschland systematische und strukturbildende Entwicklungen, die der großen Bedeutung kultureller Bildung im frühkindlichen Bereich Rechnung tragen.

„Künstlerisch-ästhetisches Tun eröffnet Kindern die Möglichkeit, sich aktiv mit der Welt auseinanderzusetzen und diese hör-, sicht- und spürbar mitzugestalten.“

Aus: 7 Gute Gründe für frühkindliche kulturelle Bildung

„Durch kulturelle Bildung lernen Kinder, sich auf andere Handlungs-, Sicht- und Ausdrucksweisen einzulassen, Unterschiede und Vielfalt anzuerkennen, mit ihnen umzugehen und diese wertzuschätzen.“

Aus: 7 Gute Gründe für frühkindliche kulturelle Bildung

Selbstverständnis

Das Netzwerk Frühkindliche Kulturelle Bildung ist der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen verpflichtet. Darüber hinaus begründet sich das Netzwerk im Sinne einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung, wie sie das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und die Verfassungen der Länder vorgeben, und stellt sich allen Bestrebungen entgegen, die diese freiheitlich-demokratische Grundordnung infrage stellen oder gefährden.

Das Netzwerk Frühkindliche Kulturelle Bildung bekennt sich entschieden zu Solidarität und Teilhabe, sowie Vielfalt, Toleranz und Offenheit für alle Menschen – unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, sozialer oder ethnischer Herkunft, Alter, Religion oder Weltanschauung, sexueller Identität, materieller Situation, Behinderung, Beeinträchtigung oder Krankheit.

Ansatz: Wie wir arbeiten

Das Netzwerk lebt durch diejenigen, die es mit Inhalten füllen – den netzwerkenden Menschen. Sie denken, entwickeln und handeln gemeinsam, wofür sie sich in Themen- und/oder Regionalgruppen, wie z. B. Qualifizierung, Verankerung in Kulturinstitutionen oder Kitapraxis zusammenfinden. Die aktive Mitarbeit im Netzwerk ist selbstorganisiert. Einmal im Jahr aber findet ein überregionales Treffen statt, auf dem alle Mitwirkenden des Netzwerks zusammenkommen, um sich auszutauschen und zu diskutieren.

Die Mitarbeit im Netzwerk Frühkindliche Kulturelle Bildung ist jederzeit möglich. Es ist offen für alle Institutionen und Personen, die im Feld der frühkindlichen kulturellen Bildung aktiv sind.

Möchtet Ihr im Netzwerk aktiv werden und/oder teilt Ihr unser Selbstverständnis und unsere Ziele? Dann meldet Euch im Netzwerkbüro.

„Wer mit Kindern über ästhetisch-künstlerische Erfahrungen ins Gespräch kommt, erfährt viel darüber, wie sie die Welt wahrnehmen und verstehen.“

Aus: 7 Gute Gründe für frühkindliche kulturelle Bildung

„Die (früh-)kindliche Erfahrung kultureller Institutionen und Orte als Teil ihrer Lebenswelt bewegt sich im Spannungswelt von Neuem und Vertrautem, fördert Teilhabe und bildet eine wichtige Grundlage für lebenslanges Lernen.“

Aus: 7 Gute Gründe für frühkindliche kulturelle Bildung

Mitmachen!

Künstlerinnen, Künstler und Kulturschaffende, Akteurinnen und Akteure sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Kindertageseinrichtungen, Schulen, Ausbildungseinrichtungen und Institutionen der Familien - und kulturellen Bildung, sowie Kulturinstitutionen, Vertreterinnen und Vertreter von Wissenschaft, Verwaltung und Politik, privaten und öffentlichen Fördereinrichtungen ebenso wie Eltern sind im Netzwerk Frühkindliche Kulturelle Bildung aktiv und arbeiten daran, frühkindliche kulturelle Bildung in Deutschland selbstverständlich zu machen.

Zurzeit sind bereits knapp 130 Menschen dabei. Möchtet auch Ihr im Netzwerk aktiv werden und/oder teilt Ihr unser Selbstverständnis und unsere Ziele? Dann meldet Euch im Netzwerkbüro.

Ideell verbunden mit dem Netzwerk Frühkindliche Kulturelle Bildung sind ...

Programmpartner

Ein Jahr lang haben Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Hochschule, Kunst und Kultur und früher Bildung in einer von der Robert Bosch Stiftung, der Bertelsmann Stiftung und der Stiftung Brandenburger Tor initiierten Denkwerkstatt gemeinsam überlegt, getüftelt und gearbeitet. Das Ergebnis war die Gründungsveranstaltung im Februar 2020 und ein erstes Konzept des Netzwerk Frühkindliche Kulturelle Bildung. Seit der Gründung fördert die Robert Bosch Stiftung das Netzwerk Frühkindliche Kulturelle Bildung, das die Deutsche Kinder und Jugendstiftung in ihrer Rolle als Trägerin umsetzt.

Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) setzt sich dafür ein, dass junge Menschen in unserem Land gute Chancen zum Aufwachsen und Lernen erhalten und nicht über ihre Defizite, sondern mit ihren Stärken wahrgenommen werden. In ihren Programmen und Projekten macht die Stiftung Kindern und Jugendlichen Mut, ihr Leben couragiert in eigene Hände zu nehmen und stößt Veränderungsprozesse an: in Kindergärten und Schulen, beim Übergang in den Beruf, in der Familien- oder Jugendpolitik.

Die Robert Bosch Stiftung ist eine der großen unternehmensverbundenen Stiftungen in Europa. Mit ihrer Arbeit folgt die Stiftung seit über 50 Jahren dem Vermächtnis von Robert Bosch und setzt sein soziales und gesellschaftliches Engagement in zeitgemäßer Form fort.

„Kulturelle Bildung zielt immanent auf das Kernanliegen von Bildung als Ganzem. Sie muss daher integraler Bestandteil des Aufwachsens aller Kinder und fest in ihrem Lebens- und Kitaalltag verankert sein.“

Aus: 7 Gute Gründe für frühkindliche kulturelle Bildung

Kontakt

Hast Du Fragen zum Netzwerk Frühkindliche Kulturelle Bildung, zu einzelnen Beiträgen oder Themen? Möchtest Du im Netzwerk aktiv werden oder unsere Anliegen unterstützen? Dann melde Dich gerne bei:

Ihre Ansprechpartnerinnen:

Anke Dietrich
Programmleitung
Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS)
Tempelhofer Ufer 11
10963 Berlin
anke.dietrich@dkjs.de
Tel.: (030) 25 76 76-0

Senem Kaya
Programmkommunikation
Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS)
Tempelhofer Ufer 11
10963 Berlin<
senem.kaya@dkjs.de
Tel.: (030) 25 76 76-0